Diagnose bei BÜSA von PINTSCH BAMAG

Allgemein

PINTSCH BAMAG bietet für Bahnübergangssicherungssysteme (BÜSA) vom Typ RBUEP, RBÜT und BÜP93 ein umfassendes Diagnosekonzept, welches aufgrund seines strukturierten, einfachen Aufbaus vom Anwender schnell erlernt bzw. bedient werden kann. Hierdurch bedingt kann eine Verringerung des Wartungsaufwandes bewirkt werden, was letztendlich auch zu einer Kostenreduzierung infolge erhöhter Verfügbarkeit führt.

Nachstehende Möglichkeiten stehen dem Betreiber zur schnellen Fehlerdiagnose zur Verfügung:

  • LED‘s auf Leiterkarten
  • Kostenlose Diagnose-SW für Laptop/PC
  • Ferndiagnosefähigkeit mittels Funkmodems (GSM/GSM-R)
  • Information des Instandhaltungsdienstes über Funkmodem
  • Einbindung in übergeordnete Instandhaltungskonzepte

Ein-Blick-Diagnose

Zur schnellen Erkennung und unmittelbaren Behebung möglicher Funktionsstörungen verfügen alle Baugruppen von PINTSCH BAMAG über diverse Leuchtdioden auf den Frontblenden. Alle wichtigen Betriebszustände kommen hier in Echtzeit zur Anzeige.

Diagnose lokal mit Laptop oder PC

Alle relevanten Betriebszustände und Ereignisse werden von unseren BÜSA über längere Zeiträume aufgezeichnet. Mit Hilfe eines PC/Laptop und der kostenlosen Diagnose-Software von PINTSCH BAMAG können alle Daten der gespeicherten Betriebs- und Funktionsabläufe ausgelesen werden. Darüber hinaus können mit der Diagnose-Software die Anlagen-Konfiguration und Statistikdaten ausgelesen werden. Die Diagnose-Software ist lauffähig auf Systemen mit Microsoft Windows © und ist einfach zu bedienen bzw. schnell zu erlernen.

Diagnose mit Funkmodem

Optional unterstützen alle BÜSA von PINTSCH BAMAG den Anschluss eines Modems bzw. Funkmodems. Abhängig von der Bauart des Modems können zur Datenübertragung die Mobilfunksysteme GSM und GSM-R (Global System for Mobile Communications – Railway) genutzt werden.

Mit Hilfe dieser Fernabfrage können genau wie bei der lokalen Diagnose in der Anlage alle Daten von jedem beliebigen Ort abgefragt werden. Überdies ist ein automatisches Versenden von Fehler- oder Störungsmeldungen als Textnachricht (SMS) an ein Mobiltelefon, als Fax-Nachricht oder als Email möglich. Des weiteren hat der Betreiber die Möglichkeit, eine Meldekette mit mehreren Teilnehmern aufzubauen. Unternimmt z. B. im Falle eines Fehlers / einer Störung der 1. Teilnehmer der Meldekette keine Maßnahmen zu deren Beseitigung, wird von der BÜSA nach Ablauf einer frei konfigurierbaren Zeit eine Meldung an den nächsten Teilnehmer der Kette abgesetzt.

Ferndiagnose mit Diagnosezentrale

Mittels eines Diagnosenetzwerkes können die Diagnoseinformationen von bis zu 254 BÜSA auch über größere Entfernungen zu einer Diagnosezentrale (Laptop/PC) übertragen werden. Dies geschieht mit Hilfe von Leitungsteilern. Die Leitungslänge zwischen den Leitungsteilern darf max. 4 km betragen. Bei Abständen von mehr als 4 km ist ein Einsatz von Wiederholern (Refresher) erforderlich. Zur elektrischen Verbindung der Leitungsteiler untereinander kann sowohl sternviererverseiltes Signalkabel als auch paarig verseiltes Fernmeldekabel (Fm) genutzt werden.