Fahrzeugsensor Bauform PINTSCH FSP

Einsatzgebiet

Der Fahrzeugsensor Bauform PINTSCH FSP besteht aus einer Induktionsschleife im Gleis und der Baugruppe ESD (Ein-Schleifen-Detektor) und wird zur Detektion von Zügen an Ein- und Ausschaltstellen von Bahnübergangssicherungsanlagen (BÜSA) oder als Anrückmeldekriterium (ANM) bei Stellwerken benutzt.

Funktionsprinzip

Die Baugruppe ESD besteht aus einem Oszillator und einem Detektorsystem, welche gemeinsam mit der Induktionsschleife im Gleis einen Schwingkreis bilden. Abhängig von den spezifischen Abmessungen der Schleife im Gleis stellt sich eine Schwingkreisfrequenz zwischen 22 kHz bis 35 kHz ein, die i. d. R. im Bereich von ca. 27 kHz liegt. Änderungen des elektromagnetischen Feldes der Induktionsschleife werden von dem Detektorsystem der ESD erkannt bzw. ausgewertet.

Aufbau

Die Induktionsschleife wird in Form einer „8“ im Gleis auf einer Länge von 2 x 6 Schwellenfächern verlegt. Dementsprechend werden unsere Fahrzeugsensoren i. d. R. mit einer Abmessung von ca. 6,9 m montiert, in Ausnahmefällen kann die Länge in einem Bereich von 6,3 m bis 8,5 m variiert werden. Die Kabel werden mit Hilfe von Schienenfußklammern in einem Schutzrohr am Schienenfuß montiert. Hierdurch wird zum einen das Schleifenkabel auf einem definierten Abstand von der Eisenmasse der Schiene gehalten und zum anderen sind die Induktionsschleifen vor Beschädigungen bei Gleisbauarbeiten wie z. B. Stopfmaschinen geschützt. Die Auswerte-Baugruppe ESD wird in einem Signalkabelverteiler SKV20 mit Erdfuß in unmittelbarer Nähe zur Induktionsschleife montiert.