BÜ-Straßensignalgeber SP200 LED

Einsatzgebiet

Bahnübergänge sind bei der Planung so zu gestalten, dass der Vorrang des Eisenbahnverkehrs vor dem Straßenverkehr deutlich zu erkennen ist. Während in Deutschland heute bei Neubauten alle Signalgeber mit Rot-/Gelb-Optiken zu errichten sind, kommen international überwiegend Blinklichter mit Rot-Optiken zum Einsatz. Folgerichtig stehen mit unseren Signalgebern vom Typ SP200 LED (Signalgeber PINTSCH mit 200 mm Optik) mit rotem oder gelbem Signalgebereinsatz zwei dem Stand der Technik entsprechende Lösungen zur Verfügung.

Aufbau

Die roten bzw. gelben Lichtpunkte bestehen aus einem Signalgebereinsatz, der in die Gehäusekammertür montiert wird. Das optische System eines Lichtpunktes besteht aus einer Streuscheibe, einer Fresnellinse und einem Gehäuse mit integriertem  Kühlkörper. Als Lichtquelle dienen zwei Stränge mit jeweils 4 LED‘s auf einer Metallkernplatine, die vergleichbar einer Zweifaden-Signallampe die Redundanz des Lichtpunktes sicher stellen. Auf der Streuscheibe befindet sich eine Markierung „TOP“, die die Einbaulage angibt.

Bei der Entwicklung unserer LED-Signalgeber konnten wir alle lichttechnischen Eigenschaften, wie z. B. Phantomlicht, Farbort und Leuchtdichte, erheblich im Vergleich zur altbekannten Signallampe verbessern – und das bei einer Reduzierung der eingesetzten elektrischen Energie.

Die Schnittstelle zwischen Bahnübergangs-Sicherungsanlage und Lichtzeichen hingegen wurde nicht verändert, hier kommt die bekannte 3-Draht-Schnittstelle je Lichtpunkt zum Einsatz. Demzufolge kann die vorhandene  Verkabelung bei einer Nachrüstung von LED-Signalgebern bei RBÜT-Bestandsanlagen oder bei einem kompletten Ersatz einer BÜSA-Alttechnik beibehalten werden.

Die Trennung von Ansteuerelektronik im Schalthaus und Signalgeber am Mast bietet einen weiteren wichtigen Vorteil: Bei Beschädigung des Signalgebers infolge von Vandalismus ist nur dieser zu tauschen und nicht die komplette Einheit.

Schlussendlich haben wir uns diesen 2-kanaligen Aufbau bis ins optische System patentrechtlich schützen lassen.