Überwachungssignale

Einsatz

In der Überwachungsart ÜS der Signaltechnik werden Überwachungssignale im Bremswegabstand vor dem Bahnübergang aufgestellt. Sie zeigen dem Triebfahrzeugführer an, ob der folgende Bahnübergang gesichert ist und ohne Einschränkungen befahren werden darf. Nur wenn ein Bahnübergang erfolgreich gesichert ist, bewirkt eine Schalteinrichtung die Einschaltung des Signalbildes zum Befahren des Bahnübergangs. Dies kann optional entweder mit Einschaltung der roten Lichtzeichen oder bei Erreichen der unteren Schrankenendlage konfiguriert werden. Sollte er nicht gesichert sein, so bleibt das entsprechende Signalbild unverändert erhalten. Eine weitere Anwendung erfolgt bei Bahnübergängen in der Überwachungsart ÜSOE. Hier wird dem Triebfahrzeugführer die Einschaltbereitschaft der Bahnübergangssicherungsanlage signalisiert. Ist die Anlage gestört und damit nicht verfügbar, wird dies dem Triebfahrzeugführer am Überwachungssignal angezeigt und der Zug kommt innerhalb des Bremsweges vor dem BÜ zum Stehen. Der Bahnübergang wird dabei sofort über die Notschließfunktion gesichert. In Deutschland wird zwischen den Signalbildern BÜ 0/1 mit Blinklicht und So 16a/b mit Dauerlicht unterschieden. Zusätzliche Sicherheit kann durch eine induktive Zugssicherung (INDUSI) erreicht werden, deren Einsatz ab 50 km/h Streckengeschwindigkeit bei der DB AG vorgeschrieben ist. Hierbei wird bei Überfahren eines nicht freigegebenen Überwachungssignals eine Zwangsbremsung des Zuges ausgelöst. Zu diesem Zweck wird im Gleis eine entsprechende Magnetspule montiert.

Aufbau

An einem verzinkten Stahlmast sind der Verteilerkasten für die Schalteinrichtung, das Mastschild und der Signalschirm mit den Signalleuchten Type P145L, P145LED oder SP200LED angebracht. Abhängig von den jeweiligen Anforderungen kann der Signalmast mit Steigeisen oder Schirmpodest ausgerüstet werden. In Deutschland erfolgt der Aufbau auf einem Fundament aus genormten Betonfertigteilen.